Von „Ich funktioniere nur noch" zu „Ich führe meine Praxis"

Shownotes

In dieser Folge

Diesen Satz höre ich in der Begleitung von Praxisinhaberinnen so oft, dass ich ihn fast erwarte: „Ich funktioniere nur noch." Er kommt meistens nicht von einem schlechten Team oder einem zu vollen Kalender. Er kommt davon, dass die Inhaberin in ihrer Woche keinen einzigen geschützten Termin hat, in dem sie wirklich Inhaberin sein darf.

In Folge 2 schauen wir auf den Unterschied zwischen Behandler-Modus und Inhaberinnen-Modus. Warum beide Rollen dieselbe Ressource nutzen — dich. Und warum es immer der Behandler-Modus ist, der gewinnt, wenn das System die beiden Rollen nicht voneinander trennt.

Du nimmst mit

  • Was der Behandler-Modus vom Inhaberinnen-Modus unterscheidet
  • Warum reaktiv getroffene Entscheidungen drei Monate später in der BWA sichtbar werden
  • Wie zwei Rollen-Termine, die du fest pro Woche blocken solltest: die Inhaberinnen-Stunde und den Steuerungstermin mit deiner rechten Hand
  • Dauer, Inhalt und die häufigste Falle für jeden der beiden Termine
  • Konkrete Vorbereitungs-Hinweise, die den Unterschied zwischen Klön-Termin und Steuerungstermin machen

Wenn du allein nicht weißt, wie du diese zwei Termine in deinen Wochenkalender bekommst

Im 1:1 schaue ich mir mit dir deine echte Woche an — Behandlerzeiten, Team, Praxisstruktur. Wir setzen die zwei Termine konkret in deinen Kalender, mit Inhalt, mit Vorbereitung und mit einem System, das auch trägt, wenn die Woche eng wird.

Schreib mir auf Instagram oder per Mail das Codewort SPARRING. Ich schicke dir die nächsten Termine für ein 30-minütiges Kennenlerngespräch.

Erwähnt in dieser Folge

Über den Podcast

„Praxisorganisation mit Herz und Verstand" ist der Podcast für Inhaberinnen einer Zahnarztpraxis, die ihre Praxis nicht nur am Laufen halten, sondern wirklich führen wollen. Alle zwei Wochen, dienstags. Mit Mareen Riedel-Venturi, Gründerin von „Die Praxismanagerin" und über zwanzig Jahren Erfahrung in der Zahnarztpraxis.

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist halb sieben am Abend, die Praxis ist leer.

00:00:04: Im Empfang brennt noch das Licht weil es niemand ausgemacht hat.

00:00:07: Du sitzt im Sprechzimmer vor dir der Rechner, daneben ein Stapel Papier.

00:00:12: Heute Vormittag zwischen zwei Patienten hattest du dir vorgenommen am Abend den Quartalsplan anzuschauen.

00:00:18: Stattdessen sind jetzt zweiundzwanzig ungelesene Mehls.

00:00:21: Eine Recall-Liste dieser drei Wochen liegt eine Nachricht von deiner Praxismanagerin dass die neue ZFA morgen nicht kommt Und der Gedanke an dein Steuerberatergespräch nächste Woche, dass du längst hättest vorbereiten müssen.

00:00:35: Du atmest einmal tief durch und dann kommt dieser eine Satz – so kann das nicht weitergehen!

00:00:42: Du kennst diesen Satz?

00:00:43: Du hast in diese Woche schon dreimal gedacht und nächste Woche wirst du ihn wieder denken.

00:00:49: Herzlich willkommen bei Praxisorganisation mit Herz & Verstand Dem Podcast für alle, die ihre Zahnarztpraxis nicht nur am Laufen halten sondern wirklich führen wollen.

00:01:00: Ich bin Marin Ridl Venturi, Gründerin von Die Praxismanagerin und ich nehme dich hiermit in meine Welt!

00:01:08: Ehrliche Einblicke, echte Erfahrung aus über zwanzig Jahren Praxis und Gespräche mit Menschen, die wissen wovon sie reden.

00:01:15: Schön dass du dabei bist.

00:01:18: Schön, dass du wieder dabei bist.

00:01:20: In Folge eins haben wir darüber gesprochen warum jede Praxis einen Kompass braucht.

00:01:25: Heute geht es um die Frage, die direkt daraus folgt Wenn der Kompast die Richtung gibt Wer steuert dann das Schiff?

00:01:32: Wenn Du die Inhaberin einer Zahnarspraxis bist gibt es darauf nur eine Antwort.

00:01:37: DU!

00:01:38: Aber genau hier wird es schwierig, weil du fast nie nur eine Rolle hast.

00:01:42: Du behandelst und führst dein Team!

00:01:44: Du verantwortest die Zahlen, sprichst mit Patienten, Steuerberater, Vermieter oder Lieferanten.

00:01:51: Und irgendwo zwischen all dem soll auch noch jemand sein der die Praxis strategisch steuert?

00:01:58: In dieser Folge schauen wir uns an, warum dieses Spagat ohne ein klares System nicht funktioniert.

00:02:04: Was der Unterschied ist zwischen dem Modus in dem du behandelst und dem Modos in dem führst?

00:02:09: Und am Ende gebe ich dir zwei Termine pro Woche die jede Inhaberin fest in ihrem Kalender setzen sollte – strukturell nicht inhaltlich – bevor irgendetwas anderes im Kalender wandert!

00:02:23: Lass mich noch einmal zurück zu der Zähne vom Anfang.

00:02:26: Halb sieben, leere Praxis der Satz.

00:02:28: So kann das nicht weitergehen!

00:02:30: Dieser Satz ist kein Zeichen, dass du eine schlechte Inhaberin bist.

00:02:34: Er ist kein zeichen, daß deine Praxis am Limit ist und er ist auch kein Zeichn, dass Du eine Pause brauchst – auch wenn Du sie verdient hättest.

00:02:42: Er is ein Zeichen ,dass Du gerade in der falschen Rolle steckst.

00:02:46: Genauer, dass Du eine Rolle übernimmst für die in Deiner Woche schlicht keinen Platz reserviert wurde.

00:02:51: Du hast diese Praxis nicht gegründet oder übernommen, um nur zu behandeln.

00:02:56: Hätte es nur ums Behandeln gehen sollen, wärst du angestellt geblieben!

00:03:01: Du wolltest gestalten – entscheiden ein Teamführer das wirklich trägt eine Praxis in der das Geld nicht durchläuft sondern bleibt.

00:03:09: Patienten die wiederkommen weil etwas zusammenpasst was sich nicht zufällig ergibt.

00:03:14: Abgestalten, entscheiden und steuern passiert nicht zwischen zwei Patienten.

00:03:19: Es passiert nichts in der halben Stunde Mittagspause, in der du nebenbei drei Mädes beantwortest – und es passiert auch nicht abends um halb sieben wenn dein Kopf längst nicht mehr an einem Zustand ist indem du tragfähig hier Entscheidungen.

00:03:32: trist!

00:03:33: Wenn du nur reagierst behandelst du dein eigenes Unternehmen wie ein Patientenstuhl.

00:03:38: Etwas läuft schief, du kommst und machst es.

00:03:40: Du gehst zum nächsten!

00:03:42: Du arbeitest in deiner Praxis aber niemand arbeitet an ihr auch du nicht.

00:03:48: Ich nenne diese zwei inneren Zustände den Behandler-Modus und den Inhaber-Modus.

00:03:53: Du kennst beide?

00:03:54: Du brauchst beide Aber sie funktionieren nach unterschiedlichen Logiken.

00:04:00: Der Behandlermodus ist taktil präsent im Hier und Jetzt.

00:04:04: Du bist konzentriert auf dem Patienten vor dir Auf den nächsten Schritt auf die nächste halbe Stunde.

00:04:09: Du löst Probleme, die in genau diesen Moment auftauchen.

00:04:13: Dein Erfolg hängt davon ab dass du da bist und reagierst das du Hand anlegst.

00:04:18: Das ist eine wertvolle Rolle.

00:04:20: ohne sie gibt es keine Praxis!

00:04:23: Der Inhaber in Modus arbeitet anders, erst nicht im Hier und Jetzt sondern im Vor- und Danach.

00:04:29: Welche Strukturen brauchen wir damit der nächste Montag rundläuft?

00:04:32: Wo läuft Geld weg ohne dass es jemand merkt?

00:04:35: Welche Personen im Team braucht in den nächsten Wochen welches Gespräch?

00:04:39: Welcher Entscheidung muss ich diese Woche treffen, damit ich in vier Monaten nicht denselben Engpass

00:04:44: habe?".

00:04:46: Das geht nicht in zehn Minuten zwischen Tür und Angel.

00:04:49: Es braucht Stille, es braucht Zahlen, es braucht den Kopf in der zweiten Reihe – und das in einer Woche, in der dein Kopf seit Stunden in der ersten Reihe

00:04:57: stand.".

00:04:58: Hier liegt ja Kern des Problems!

00:05:01: Beide Modi nutzen dieselbe Ressource Dich und dieselbe begrenzte Zeit.

00:05:06: Wenn du keinen Mechanismus hast, der die beiden Rollen sauber von einer Trend gewinnt immer der Behandler-Modus – weil er lauter ist, weil ein Patient mit Schmerzen sich nicht vertagen lässt!

00:05:16: Weil eine Mitarbeiterin, die kurz etwas fragt in dem Moment lauter isst als deine Quartalsplanung, die ja niemand explizit von dir

00:05:24: verlangt.".

00:05:26: Der Inhaber in Modus hat keinen, der für ihn lobbyiert, sondern dir selbst.

00:05:30: Und genau deshalb braucht es einen festen Platz im System – sonst verliert er jede Woche!

00:05:36: Ein typisches Beispiel aus Praxen die ich begleite.

00:05:39: Du sitzt zwischen zwei Patienten, hast fünf Minuten, deine Praxismanager kommt rein und fragt, sollen wir neue ZFA für drei oder vier Tage einplanen?

00:05:48: Du antwortest aus dem Reflex heraus.

00:05:50: Mach mal drei, schauen wir dann!

00:05:52: Das ist eine Entscheidung im Behandler-Modus schnell, pragmatisch gut gemeint – aber sie ist nicht durchdacht.

00:05:59: Drei Tage heißen eine bestimmte Wochenarbeitszeit, einen bestimmten Lohn und eine bestimmste Wirkung auf den Stundenplan deiner ZE-Tage.

00:06:07: Wäre die Frage in der Inhaberinstunde gestellt worden, hättest du zurückgefragt?

00:06:12: Wie sieht der ZE Plan in den nächsten acht Wochen aus?

00:06:16: Was bedeutet das für die

00:06:17: Behandlauslastung?!

00:06:18: Wo kommen wir mit drei aus, wo brauchen wir vier?

00:06:21: Die Antwort wäre dieselbe gewesen oder eine andere.

00:06:24: Wichtig ist nicht dass du entscheidest, wichtig ist das du es

00:06:28: weißt.".

00:06:29: Genau diese Sorteentscheidung trifft eine Inhaberin in einer normalen Woche zwischen dreißig und fünfzigmal im Behandelermodus nebenbei – und dann wundert sie sich am Quartalsende, warum die Personalkosten nicht zur Auslastung passen!

00:06:44: Ich höre an dieser Stelle oft den Satz, mal reden da stimmt alles.

00:06:48: Aber meine Praxis ist gerade so voll.

00:06:50: ich kann mir keine zwei Stunden pro Woche rausnehmen!

00:06:53: Ich verstehe diesen Satz aber ich glaube ihn nicht – Nicht weil ich denke du übertreibst sondern weil ich gelernt habe dass die Frage falsch gestellt ist.

00:07:01: Die Frage ist nicht Habe ich die Zeit in den Inhabermodus zu wechseln?

00:07:05: Die Frage is was kostet es mich wenn er sich erst nicht tue?

00:07:09: Lass uns das einmal ehrlich anschauen.

00:07:12: Wenn du keinen festen Termin für deine eigene Steuerung hast, triffst du Entscheidungen reaktiv.

00:07:17: Das heißt sie werden meistens dann getroffen wenn ein Problem schon da ist – eine Mitarbeiterin kündigt!

00:07:23: Die BWA zeigt überraschend einen schlechten Monat.

00:07:26: Ein Patient beschwert sich auf Google.

00:07:28: die Abrechnung hängt drei Wochen hinter dem Plan.

00:07:32: Reaktive Entscheidungen sind teuer.

00:07:34: Immer, sie kosten Geld weil du keine Zeit hattest in Ruhe Alternativen zu prüfen.

00:07:39: Sie kostet Energie weil du in einem Zustand der Anspannung handelst.

00:07:43: und sie kosten Vertrauen, weil dein Team merkt wenn die Praxis vom Engpass zu Engpass springt anstatt geführt zu werden.

00:07:51: Wenn du keinen festen Termin für die Steuerung deines Teams hast, läufst du in derselbe Muster.

00:07:56: Themen kommen zu dir weil sie brennen nicht weil ihr sie geplant bespricht.

00:08:01: Mitarbeitergespräche fallen aus, weil dazwischen ein Notfall kommt.

00:08:05: Konflikte werden klein gemacht bis sie groß werden und irgendwann sitzt du da und fragst sich warum dein Team nicht so funktioniert wie du das brauchst?

00:08:14: Es funktioniert nicht so, weil ihm die Führung fehlt – nicht weil die Menschen schlecht wären sondern weil Führungen keine Stimmung ist sondern eine Struktur Und die musst Du als Inhaberin in den Wochenkalender bringen!

00:08:26: Niemand anderes macht das für Dich.

00:08:29: Ich begleite eine Inhaberin.

00:08:31: Mitte vierzig, Praxis seit zehn Jahren gut besetzt, gutes Team solide zahlen – von außen sah die Praxis wirklich gut aus!

00:08:38: Sie ist auch heute noch eine gute Praxis?

00:08:40: Aber als wir angefangen haben mit der Nenner zu arbeiten war ihr erster Satz….

00:08:45: ich funktioniere nur noch ….

00:08:47: sie hatte einen vollen Behandlerkalender, sie hatte ein Team von zwölf Personen und sie hat eine sehr fähige

00:08:52: Praxismanagerin.".

00:08:54: Wenn ich sie nach ihrem typischen Tag fragte, hörte ich Sätze die du auch kennst.

00:08:59: Ich war um sieben in der Praxis und bin um halb acht zum ersten Patienten gegangen.

00:09:03: Habe in der Mittagspause schnell die Bestellung unterschrieben mit zwei ZFAS gesprochen eine Rechnung freigegeben.

00:09:09: Nach Praxischstoß habe ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt weil ich an die Personalplanung wollte.

00:09:15: Bin nach zwanzig Minuten beim Mehlbeantworten gelandet und um halbt acht bin ich

00:09:19: raus.".

00:09:20: Sie hat in diesem einen Tag mindestens vier verschiedene Rollen übernommen.

00:09:24: Behandlerin, operative Steuerung, Finanzverantwortung, Personalführung – alle im drei Minutenübergängen ohne dass eine davon einen geschützten Raum

00:09:33: hatte.".

00:09:35: Was sie nicht hatte war ein Termin indem sie als Inhaberin am Tisch saß und sie hatte keinen Termin, indem sie mit ihrer Paxismanagerin strukturiert führte.

00:09:45: Was passierte?

00:09:46: Ihre Praxismanagerin kam mehrmeist täglich mit kleinen Fragen zwischen Patienten in der Mittagspause beim Aufräumen.

00:09:52: Personalthemen tauchten auf, wenn jemand schon kündigen wollte.

00:09:56: Zahlen schaute sie sich an, wenn der Steuerberater Anriff.

00:10:00: Ihr Quartalsplan war ein Wirtdokument von Anfang Januar das im März noch genauso aussah wie am Tag eins.

00:10:07: Das war keine schlechte Inhaberin, sie war eine sehr gute Behandlerin und eine sehr fleißige Inhaberin.

00:10:13: Sie hatte nur kein System das die beiden Rollen voneinander getrennt hat – so hat einer die andere langsam aufgefressen!

00:10:21: Wir haben in der Zusammenarbeit nichts an ihren Behandlersstunden geändert.

00:10:25: Wir haben nichts an ihrer Teamgröße geändert, wir haben nicht an ihre Persönlichkeit gearbeitet.

00:10:30: Wir hatten zwei Termine im Wochenkalender geschrieben.

00:10:33: Diese zwei Terminen sind heute fix Und ich erzähl dir gleich, welche das sind und wie sie aufgebaut sein sollten.

00:10:40: Das Ergebnis nach drei Monaten?

00:10:42: Ihre Praxis-Managerung kommt nicht mehr mit zehn Minifragen pro Tag sondern bringt Themen gesammelt in einem Termin.

00:10:49: Ihre Woche haben einen Anfang und ein Ende – nicht nur Sprechstunden!

00:10:56: auf ihrem Tisch gelesen mit Notizen und der Satz, ich funktioniere nur noch ist nicht weg aber es deutlich seltener geworden.

00:11:04: Sie sagt heute Ich führe wieder!

00:11:07: Ich werde nicht mehr

00:11:08: geführt.".

00:11:09: Das ist der Unterschied.

00:11:12: Jetzt kommen wir zum Konkreten.

00:11:13: Zwei Termine pro Woche fest im Kalender – Nicht verhandelbar außer es geht um echte Notfälle und ich meine echte notfälle?

00:11:21: Nicht eine Mitarbeiterin hatte schlechte Stimmung.

00:11:25: Termin eins ist deine Inhaberinstunde.

00:11:27: Termin zwei ist dein Steuerungstermin mit deiner rechten Hand.

00:11:31: Beide brauchen wir, beide haben eine andere Funktion und beide funktionieren nur wenn sie strukturell geschützt sind – nicht wenn Sie angeschoben werden, wenn es passt!

00:11:43: Ich erkläre dir beider einzeln mit Dauer-, Inhalt- und der häufigsten Falle.

00:11:51: Dauer?

00:11:52: Sechzig Minuten.

00:11:53: Einmal pro Woche, fester Wochentag, feste Uhrzeit!

00:11:57: Ich empfehle einen Termin außerhalb deiner Hauptbehandlungszeit entweder vor dem ersten Patienten in der Mittagspause an einem Tag mit wenigen Behandlungen oder am Ende eines kürzeren Tages.

00:12:09: Wichtig ist, dieser Termin steht in deinem Kalender wie ein Behandlungstermin.

00:12:13: Er ist nicht die Stunde, in der ich versuche mich um die Praxis zu kümmern – er ist ein gebuchter Termin und deinen Termin verschiebst du nicht weil etwas anderes auch noch rein muss!

00:12:24: Inhalt Du sitzt alleine mit Deinen Zahlen, mit Deinem Kalendern für die nächste Woche, mit deiner offenen Themenliste...In dieser Stunde fragst Du Dich vier Dinge.

00:12:33: Erstens.

00:12:34: Wie hat sich meine Praxis in der letzten Woche entwickelt?

00:12:37: Nicht emotional, sondern an Zahlen, Umsatztermine, Engpässe – was hat funktioniert und was nicht!

00:12:43: Zweitens.

00:12:45: Welche Entscheidungen stehen für die nächsten zwei bis vier Wochen an?

00:12:48: Personal, Investitionen, Patientenkommunikation, Themen mit Steuerberater oder Bank….

00:12:54: Was muss ich diese Woche entscheiden, was kann

00:12:56: warten?!

00:12:57: Drittens, welche Themen gehören diese Woche in mein Team gegeben?

00:13:01: Dass ich bisher selbst trage.

00:13:04: Innerbarin sein heißt nicht alles selbst zu tun – es heisst das Richtige selbst zu tun!

00:13:09: Viertens, was ist mein wichtigster Steuerungspunkt für die kommende Woche?

00:13:14: Ein Satz, eine Zahl und ein Fokus.

00:13:16: Nicht eine Liste mit vierzehn Punkten Die häufigste Falle.

00:13:20: Diese Stunde wird in der ersten Woche zu einer Do-to abarbeitet.

00:13:24: Du sitzt da, machst Meyes fertig beantwortest Rückfragen.

00:13:27: Das ist nicht der Sinn.

00:13:29: Wenn du dich beim Mail abarbeiten etabst, leg das Handy weg, schließt das Mailprogramm und hol dir ein Stift und ein Blatt Papier.

00:13:35: Diese Stunde gehört der Enhaberin – nicht der Sekretärin in dir!

00:13:39: Ein praktischer Hinweis zur Vorbereitung Lege drei Dinge auf den Tisch, bevor die Stunde beginnt.

00:13:45: Deine aktuelle BWA, den Kalender für die nächsten vier Wochen und ein Blatt Papier, auf dem du die Woche über kurz notierst was dir an Themen über den Weg läuft ohne dass du sie sofort behandelst.

00:13:56: Mehr nicht!

00:13:57: Kein zweiter Bildschirm offen keine Browset-Hubs.

00:13:59: Du wirst merken wie schwer der Verzicht in den ersten Wochen fällt und wie klar dein Kopf nach sechzig Minuten ist wenn du ihn nicht permanent unterbrechen lässt.

00:14:09: Termin zwei, dein Steuerungstermin mit deiner rechten Hand.

00:14:14: Dauer dreißig bis fünfundvierzig Minuten einmal pro Woche feste Wachentag, feste Uhrzeit – mit derselben Person!

00:14:21: Deine Praxismanagerin, deine erste Behandlerin, deine ZMV je nachdem wer in deiner Praxis die operative Schlüsselrolle hat.

00:14:28: Wenn du noch niemanden hast der diese Rolle füllt ist das ein eigenes Thema den wir uns in einer späteren Folge widmen.

00:14:36: Wichtig ist, dieser Termin ist nicht das Team treffen.

00:14:39: Es ist auch nicht das Mitarbeit der Gespräche, es ist ein operativer Steuerungstermin – Termin zwischen dir und deiner rechten Hand!

00:14:46: Zwei Personen mehr nicht.

00:14:48: Inhalt?

00:14:49: Ihr habt eine feste Agenda vier Punkte immer dieselben.

00:14:52: Erstens Wie war die letzte Woche operativ?

00:14:55: Was lief was lief nicht?

00:14:57: Wo gab es Engpässe in Terminen, Patientenfluss, Material, Personal?

00:15:01: Zweitens.

00:15:02: Was steht in der kommenden Woche an?

00:15:04: Ungewöhnliche Termine, Urlaubestellungen, neue Patienten, Themen die geplant werden müssen.

00:15:10: Drittens Welche Themen aus dem Team brauchen Aufmerksamkeit?

00:15:14: Konflikte, Krankheitsausfälle, Personen, die sich verändert haben positiv oder negativ.

00:15:20: Viertens Was ist diese Woche meine wichtigste Botschaft an das Team?

00:15:24: Ein Satz, der deine rechte Hand am Montag mit ins Team trägt.

00:15:27: Das verändert die Stimmung in deiner Praxis mehr als du im ersten Moment denkst!

00:15:32: Die häufigste Falle, dieser Termin wird ein Klöntermin.

00:15:35: Ihr fangt mit wie war dein Wochenende an und kommt nie zur Agenda oder umgekehrt.

00:15:40: Er wird zu einem Beschwerdesammelpunkt in dem deine rechte Hand alles update was sie die Woche über aufgespart hat.

00:15:47: Beides ist nicht der Sinn!

00:15:48: Du brauchst eine Agenda, die ihr beide vor dem Termin auf einen geteilten Dokument vorbereitet.

00:15:54: Maximal fünf Punkte pro Seite.

00:15:56: Was nicht drauf steht kommt in den Terminen der nächsten Woche.

00:16:01: Ein praktischer Hinweis legt euch ein gemeinsames Themendokument an, digital auf das ihr beide jederzeit Zugriff habt.

00:16:08: Sobald über die Woche ein Thema auftaucht, dass in den Steuerungstermin gehört kommt es dort hinein – mit einer Zeile mehr nicht!

00:16:16: Vor dem Termin geht ihr beide einmal über die Liste sortiert nach Dringlichkeit, streicht durch was sich erledigt hat.

00:16:21: So beginnt der Termin nicht mit Was wollen wir noch mal besprechen?

00:16:24: Sondern mit einer fertigen Tagesordnung.

00:16:27: Das spart in jedem Termin mindestens fünf Minuten und es trainiert dich unter eine rechte Hand darauf dass sie zwischen den Türgesprächen weniger werden.

00:16:37: Ich weiß, das klingt nach mehr Terminen einer Woche in der du eh schon zu viele Termine hast.

00:16:42: Aber rechne einmal ehrlich nach!

00:16:44: Eine Stunde Inhaberin-Termin – dreißig bis fünfundvierzig Minuten Steuerungstermin.

00:16:49: zusammen sind das anderthalb bis zwei Stunden pro Woche.

00:16:53: Diese anderthalsstunden ersetzen Folgendes….

00:16:56: Die fünf bis sieben kurzen Zwischenfragen pro Tag die deine Konzentrationen zerschießen.

00:17:01: Die abendliche Mehlschleife um halb sieben, den nichts entscheidet sondern nur Mehl

00:17:05: verschiebt.".

00:17:06: Die Notfallentscheidung, die du trist weil du nicht früher hingeschaut hast.

00:17:09: Die Sonntagabende an denen du mit einem mulmigen Gefühl an die kommenden Woche denkst, weil du keine Übersicht hast.

00:17:17: Wenn du es nüchtern rechnest, sparen diese zwei Termine jede Woche mehr Stunden als sie kosten – nicht in der ersten Woche auch nicht in den zweiten, aber spätestens ab Woche vier.

00:17:26: merkst du es!

00:17:28: Wenn du hier zuhörst und denkst Ich weiß, ich brauche das aber ich weiß nicht wie ich es in meinem Wochenkalender real eingebaut bekomme.

00:17:36: Dann ist das ein guter Punkt für ein Gespräch!

00:17:39: Im Eins zu Eins schauen wir nicht auf theoretische Modelle sondern auf deine echte Woche – auf deine Echte Behandlerzeiten dein echtes Team, deine echter Praxisstruktur.

00:17:48: und wir setzen diese zwei Termine konkret in deinen Kalender mit Inhalt, Mit Vorbereitung mit einem System das auch trägt wenn die Woche eng wird.

00:17:58: Wenn du darüber sprechen möchtest, schreib mir auf Instagram oder per Mail.

00:18:01: das Skuhr dort sparing.

00:18:03: Dann schicke ich dir die nächsten Termine für ein Kennenlerngespräch – dreißig Minuten ohne Agenda außer deiner Praxis!

00:18:10: In der nächsten Folge gehen wir von inhaberinnen Modus eine Ebene tiefer an den Praxisalltag.

00:18:16: Wir sprechen über drei Prozesse, ohne die deine Praxis jeden Montag im Chaos starte.

00:18:21: Tagesstart, Übergabe, Rekoll… Drei Dinge, die jede Praxis hat aber die fast nirgendwo sauber

00:18:26: laufen.".

00:18:28: Wenn du heute schon einen Schritt machen willst, dann nehmt dir nach diesem Podcast deinen Kalender für nächste Woche zur Hand.

00:18:34: Trage einen Termin innerhalb einer Stunde ein.

00:18:37: Eine Stunde ein fester Slot dein Name.

00:18:40: Niemand sonst muss das wissen!

00:18:42: Du musst es nur tun!

00:18:44: Danke dass du dabei warst.

00:18:45: wir hören uns in zwei Wochen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.